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Einfacher Punktgewinn in Hanau – HSG Schwalbach/Niederhöchstadt belohnt sich für eine erneut starke Schlussphase 22:22 (12:8)

Mit leider nur einem Punkt, wie im Hinspiel auch, kehrt die HSG Schwalbach/Niederhöchstadt vom Spiel bei der HSG Hanau zurück. In einem intensiven, phasenweise im Angriff zu statisch geführtem Duell auf Augenhöhe zeigte die Mannschaft Moral, Zusammenhalt und vor allem eine über weite Strecken sehr stabile Defensive – und belohnte sich am Ende für eine Leistung, die Anerkennung verdient.

Spielverlauf: Zögerlicher Start – dann über Kampf und Abwehr ins Spiel gefunden

Der Beginn verlief aus Sicht der Westerbacher Gäste zunächst etwas zäh. Im Angriff fehlte in den ersten Minuten die nötige Dynamik, viele Aktionen wirkten zu statisch und vorhersehbar, das Tempospiel kam gar nicht zur Entfaltung.

Hier muss man aber auch das situative Rausrücken der Hanauer Abwehrspieler loben, dieses flexible System kann einen statisch agierenden Gegner wie uns heute schon massiv vor Probleme stellen. Hanau konnte daraus Vorteil ziehen, weil Abschlüsse häufig unter Druck oder aus ungünstigen Positionen genommen werden mussten. Was die Westerbacher Handballer jedoch von Beginn an im Spiel hielt, war die geschlossene Abwehrarbeit der gesamten Mannschaft. Das Team verteidigte aufmerksam, half konsequent aus und arbeitete füreinander – genau diese Haltung war der Schlüssel, um auch in schwierigen Phasen nicht abreißen zu lassen. Mit zunehmender Spielzeit wurde der Auftritt mutiger, der Ball lief besser, und es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch: zwei Teams auf Augenhöhe, die sich nichts schenkten und in denen jede gute Aktion sofort beantwortet wurde.

Umso bedauerlicher war, dass die Spielleitung dem Niveau dieser Partie nicht immer gerecht wurde. Mehrere Entscheidungen sorgten auf beiden Seiten für Unverständnis, unterbrachen den Spielfluss und nahmen dem Spiel zeitweise die Klarheit. Dass darunter beide Mannschaften zu leiden hatten, machte die Situation nicht besser – es blieb das Gefühl, dass ein eigentlich starkes Regionalliga-Spiel zu oft von außen beeinflusst wurde. Acht eigene Tore sind im Angriff einfach zu wenig in einer Halbzeit, wir sind aber auch mächtig verprügelt worden, ohne dass es Bestrafungen nach sich gezogen hätte. Den Gegner bei 12 Toren zu halten ist in Ordnung, betrachtet man unsere schlechte Rückwärtsbewegung an diesem Tag.


Schlussphase, Impulse von der Bank

Gegen Mitte der zweiten Halbzeit haben wir nach einem eigenen Team Time Out umgestellt. Florian an den Kreis Joni wechselweise auf Außen oder im Rückraum, die Schlüsselspieler waren Maximilian Schefter und Anton Stählin im Rückraum. Mit dem Mut, immer wieder funktionierende Abläufe anzusagen und mehr Tempo am Ball mit in den Spielaufbau zu bringen waren die Beiden entscheidend an der Aufholjagd beteiligt. Anton hat sein Herz in die Hand genommen und ähnlich wie in der Qualifikation abgeliefert, das war schön mit anzusehen. Jakob Landwehr hatte super gehalten, wollte dann aber raus und Matteo hat dann am Schluss die mitentscheidenden Paraden gezeigt, die man in solch einer Sturm und Drang Phase dann auch braucht. Trotz Regelverstoß der Unparteiischen, fragwürdigen progressiven Bestrafungen und einem dadurch völlig zerstörten Spielfluss sind 14 eigene Tore in Halbzeit zwei dann besser, den Gegner bei nur zehn Gegentoren zu halten ist herausragend.


Ein Saisonfazit, das stolz macht: Eine grandiose erste Regionalliga-Spielzeit

Dieser Punktgewinn steht sinnbildlich für eine insgesamt grandiose erste Regionalliga-Saison in der Vereinsgeschichte der HSG Schwalbach/Niederhöchstadt, die wir auf dem 5. Platz beenden. Besonders hervorzuheben ist der Charakter dieses Teams: Es gab über den gesamten Saisonverlauf keine „reinen Mitläufer“, wie man sie leider in vielen Mannschaften findet. Teilweise war das auch der Verletztenmisere geschuldet – vor allem aber haben sich Spieler in ihre Rollen hineingearbeitet, sich ins Team gespielt und Verantwortung übernommen. So können selbst Akteure mit geringeren Spielanteilen starke Quoten und Torerfolge vorweisen.

  • Florian Kummer stellte mit 92 Treffern den Dritten der Gesamttorschützenliste.
  • Leander Göbel schob sich ebenfalls in die Top 5 mit 88 Toren und liegt mit gleichvielen Toren wie Jonas Krekel (TSG Münster) auf Augenhöhe mit dem Viertplatzierten.
  • Herausragend: Jonas Löwe (Jahrgang 2010) erreichte mit 63 Toren Platz 12 – ohne seine Verletzungspause wäre sogar noch deutlich mehr von diesem Juwel gezeigt worden.
  • Bei den Siebenmetern führt Joni dann die Liste unangefochten an: 30 Treffer aus 36 Versuchen (83,3%); nimmt man die Nachwürfe hinzu, sind es sogar 35 von 36.
  • Florian Kummer folgt vom Strich mit einer makellosen Quote: 6 von 6 (100%).
  • Anton Stählin glänzte mit 37 Toren (Platz 28).
  • Auch in kleineren Rollen wurde geliefert: Maximilian Schefter kam trotz geringer Einsatzzeit auf 10 Tore. Das geht ganz klar auf den Nacken des Trainers, der seinem Spieler zu spät im Saisonverlauf erst das Vertrauen schenkte. 
  • Lukas Wagner wirft ebenso 10 Hütten, wird als Kreisläufer, leider zu oft nicht gesehen von seinen Mitspielern.
  • Und selbst unser jüngster Spieler Georg Schmidt setzte ein Ausrufezeichen: verletzungsbedingt nur 8 Spiele, aber dennoch 11 Tore.

Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können. Die Jungs können zu Recht stolz auf sich und ihre Leistungen sein – vor allem aber auf ihre spielerische Weiterentwicklung als Mannschaft sowie als Einzelspieler. Und ja: Ein verpfiffenes Spiel weniger, in Melsungen ein Stück mehr Spielglück und gegen Hanau im Hin- und Rückspiel nicht „gepennt“ – dann wäre sogar Platz vier drin gewesen. Und Baunatal haben wir da noch gar nicht mit drin in der Rechnung. Diese Einordnung darf man nicht außen vorlassen. Umso schöner ist es, dass die Glückwünsche nicht nur vom eigenen Coach kommen: Auch die Trainer aus der Meistermannschaft fanden durchweg lobende Worte für die Auftritte der U17 Handballer der HSG Schwalbach/ Niederhöchstadt. Ein Kompliment, das man sich in dieser Premieren-Saison hart erarbeitet hat.


Regionalliga 20225 – 2026, ein Rückblick

In der Qualifikation hatte keiner auch nur einen Schuss Pulver auf uns gesetzt. Außer der Mannschaft und dem Trainerteam haben uns im Vorfeld schon Meldungen erreicht wie: „In dieser Todesgruppe habt ihr leider keine Chance“. Und gegen Rodgau 1 + 2, Melsungen und Bruchköbel sind wir als 2. Aus der ersten Qualifikationsgruppe herausgegangen. Im nächsten Turnier haben wir uns dann direkt qualifiziert und sind nach einer guten Vorbereitung und einem ungünstigen Spielplan trotzdem ganz gut in die Saison gestartet. Gegen Münster und Dotzheim/ Schierstein dürfen die Spiele keine drei Minuten länger gehen, sonst haben wir die ersten Sensationssiege, Siege gegen Pfungstadt und Melsungen folgen leider nur ein: „Gut gemacht“ gegen den TV Hüttenberg, auch hier sind wir zu spät im Spiel angekommen sowie ein Unentschieden gegen Hanau dann vor Weihnachten. 

Anerkennen musste man, wir waren immer dran, hatten es immer in der eigenen Hand und konnten uns immer noch mal steigern. Die Rückrunde begann dann mit zu vielen Ski Freizeit Verletzungen, von da an war der Wurm drin. Die fehlenden Wechselmöglichkeiten machten sich bemerkbar, wir stellten im Training um. Seit Ende Januar haben wir konsequentes Pressing im kollektiven Abwehrverbund trainiert, damit konnten wir im Spiel immer mal wieder umstellen und den Gegner vor Probleme stellen. Wie im Bilderbuch war dann der Heimsieg gegen Hüttenberg, lange hinten, ab dem 13:13 dann immer pari oder minus 1, kurz vor Schluss vorgelegt, die finale Entscheidung aus der Hand gegeben, dann nach Gegners TTO den Ball herausgespielt, der geilste Assist der Saison und die ersten Punkte gegen einen aus den Top drei. Zum Schluss wollten wir klar beide Punkte aus Hanau holen, dazu waren wir am Spieltag leider zu statisch im Angriff, geil war aber auch hier das Foto Finish, eigentlich schon geschlagen, Abwehr umgestellt, den Gegner ins TTO gezwungen, wieder der Ballgewinn, wieder die Nervenstärke, schade, dass diese Saison schon vorbei ist. 

Bemerkenswert muss man anerkennen, außer dem Meister sind wir die einzige Mannschaft, die aus der Festung Doorner Halle in Steinheim Punkte entführt hat, das ist sonst keiner Mannschaft gelungen.


Es spielten: Matteo Kesting und Jakob Landwehr (beide im Tor), Jonas Löwe (7), Anton Stählin (6), Florian Kummer (5), Leander Göbel (3), Maximilian Schefter (1), Mika Skorczyk, Lukas Wagner, Konrad Nirschl, Moritz Gabriel, Emile Lundgren, Tom Sauerschell und nicht eingesetzt wurden Vladimir Aubert- Antin, Raphael von Kapp Herr, Tassilo Schmitz, Jarne Schäfer.


Das Trainerteam:

Torwarttrainer: Markus Nirschl
Torwarttrainer: MV A: Philipp Hörrmann
Physiotherapeutin: Monique Avé
Assistenz Trainer: Jannik Göttert und Felix Wirbelauer

Im Herzen und in Erinnerung des Trainingslagers 2024: Kai Gallenkamp

Trainer: Stefan Raumer
Es war mir eine Ehre… .

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