Schwieriges Auswärtsspiel – Münster nutzt Schwächen der HSG konsequent aus und gewinnt deutlich, leider geil. 38:27 (17:15)
Im Duell mit dem Tabellenführer Münster hatte die HSG Schwalbach/Niederhöchstadt eine schwere Aufgabe vor sich. Münster kam aus einer Miniserie von zwei Niederlagen und nutzte die HSG als Aufbaugegner, was sich kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit an deutlich bemerkbar machte. Die einzige Führung der HSG war das 0:1, doch Münster antwortete prompt mit einem 4:0 Lauf und übernahm die Kontrolle über das Spiel.
Trotz eines eigenen 3:0 Laufs und dem Ausgleich zum 8:8 verpasste die HSG die Chance, erneut in Führung zu gehen. Münster profitierte von Nachlässigkeiten in der Abwehr. Nach einem Team Time Out in der 14. Spielminute beim Stand von 15:11 setzten die Westerbacher Handballer die besprochenen Vorgaben kurzzeitig konsequent um. Dem folgenden 2:0 Lauf folgte dann leider eine Spielphase in der sich beide Mannschaften nicht mit Ruhm bekleckert haben. Münster selbst nahm bei einer drei Tore Führung sein erstes TTO kurz vor der Halbzeit, unsere Umstellung der Abwehr brachte den Ballgewinn, sodass die HSG nach einem herausgeholten Siebenmeterwurf mit einem Rückstand von nur zwei Toren in die Halbzeit ging.
Start in die zweite Halbzeit vielversprechend, dann kam der Einbruch.
Im zweiten Durchgang blieb die HSG weiter hinter ihren Möglichkeiten, wobei wir zweimal den Anschlusstreffer erzielen konnten. In dieser Phase wäre nach guten defensiven Aktionen mit mehr Ruhe am Ball im eigenen Angriff sogar der Ausgleich und die Führung drin gewesen, Satz mit X, war leider nix. „Meine Spieler merkten selbst, dass der Wurm drin war, und wenn du dann immer wieder solche Nackenschläge durch ungezwungene eigene Fehler hinnehmen musst, dann brichst du halt auch mental zusammen“ so die Trainer nach dem Spiel. Die folgende schwache Phase ermöglichte Münster einen 2:0 Lauf, gefolgt von einem Gegentor, der dann folgende entscheidenden 5:0 Lauf, entschied die Partie frühzeitig.
Besonders hervorzuheben bei den Gastgebern ist Luuk Seibert, der mit 12 Treffern aus 13 Versuchen eine beeindruckende Leistung beim Gegner zeigte und das Angriffsspiel der Münsterer maßgeblich prägte. Wir haben, wenn wir im Verbund Abwehr gespielt haben es immer wieder geschafft, bis zum Außen zu verteidigen. Und der hat dann halt geliefert, aus unserer Sicht leider geil. Die Kapitäne Florian Kummer und Leander Göbel waren wichtige Stützen im Spiel der HSG und zeigten sich kämpferisch, doch der Rest des Teams muss sich enorm steigern, um wieder ein geschlossenes Mannschaftsbild abzugeben.
Was war gut, außer den Schiedsrichtern….
Wenn wir es dann mal verstanden haben, zusammen im Verbund zu verteidigen, haben wir es jedes Mal geschafft, den zentralen Spielraum nicht zum Abschluss freizugeben, leider war es uns nie möglich, den finalen Pass zum Außenangreifer zu verteidigen, hier stimmte dann leider nie das notwendige Stellungsspiel, bzw. der Mut zum Risiko. Das Verschieben, die Übergabe/ Übernahme Situationen, die Kommunikation, das alles können die Jungs ja, phasenweise. Im Angriff haben die Jungs ebenfalls gemerkt, dass über mehr Passstationen der Weg für den Torschützen dann einfacher wird, wir müssen uns stärker auf die effektiven, taktischen Stilmittel einlassen und unser Ding dann einfach durchziehen. Eine hervorragende Leistung haben Lukas Fischer und Maximilian Schneider von der TuS Holzheim an der Pfeife geboten. Kein unnötiger Pfiff, keine Tore nach Schrittfehlern, falsch ausgeführte Anwürfe wurden zurückgepfiffen, die Progression war angemessen, diese Schiedsrichterleistung war der Regionalliga nicht nur angemessen, sie war sehr gut. Sie haben proaktiv agiert und eine wirklich herausragende Leistung gezeigt.
Ausblick auf das Wochenende
Nach dieser klaren Niederlage gilt es für die HSG, in der nächsten Trainingswoche neues Selbstvertrauen zu tanken und die Fehler aufzuarbeiten. Das kommende Spiel bietet die Chance, Charakter zu zeigen, geht es doch gegen den Tabellenletzten, um mit einer verbesserten Leistung wieder auf die Erfolgsspur zurückzukehren. Die ersten Punkte im Kalenderjahr 2026 sollen endlich eingefahren werden. Das Spiel, das wegen der Europameisterschafts Finalteilnahme der deutschen Männer A- Nationalmannschaft verlegt wurde, findet daher zu ungewohnter Uhrzeit statt, am Samstag, den 28.02.2026 um 20:00h wird in der Westerbachhalle das Spiel gegen den TSV Pfungstadt 2 angepfiffen.
Es spielten: Matteo Kesting und Jarne Schäfer (im Tor), Leander Göbel (11), Florian Kummer (10), Jonas Löwe und Emile Lundgren (beide je 2), Lukas Wagner und Malik Wagner (beide je 1), Maximilian Schefter, Konrad Nirschl, Anton Stählin, Tom Sauerschell, Moritz Gabriel, Georg Schmidt (ein Kempa Pass) und Lukas Zimpel (n.e.).

